Niedersachsen

Niedersachsen in der OeBiX-Studie auf Platz eins
Ökonomische Bildung an Haupt-, Real- und Oberschulen als Pflichtfach gut verankert
– Optimierungspotenzial in der gymnasialen Lehrkräftebildung.

Niedersachsen erzielt im OeBiX-Gesamtindex den ersten Platz. Dies ist vor allem auf die Verankerung der Ökonomischen Bildung an Haupt-, Real- und Oberschulen zurückzuführen. An diesen Schulformen gibt es ein für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtendes Fach Wirtschaft. Alle Hochschulstandorte, die Lehrkräfte für dieses Fach ausbilden, haben mindestens eine wirtschaftsdidaktische Professur. Auch sind wirtschaftswissenschaftliche und wirtschaftsdidaktische Inhalte in diesen Studiengängen sehr gut verankert. Trotzdem besteht noch Verbesserungspotenzial bis die Ökonomische Bildung als Nebenfach verankert ist. Optimierungsmöglichkeiten bestehen bei der Ökonomischen Bildung im Gymnasium, vor allem bei der Lehrkräftebildung. So verfügt nur einer der drei Hochschulstandorte, an denen Wirtschaftslehrkräfte für das gymnasiale Lehramt ausgebildet werden, über eine wirtschaftsdidaktische Professur.

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Niedersachsen schneidet mit 72,25 Prozent in der aktualisierten OeBiX-Studie am besten ab

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Niedersachsen verweist Bayern und Baden-Württemberg auf die Plätze zwei und drei. Trotzdem besteht noch Verbesserungspotenzial bis die Ökonomische Bildung als vollwertiges Nebenfach verankert ist.

Niedersachsen schneidet mit 72,25 Prozent in der aktualisierten OeBiX-Studie am besten ab

Niedersachsen verweist Bayern und Baden-Württemberg auf die Plätze zwei und drei. Trotzdem besteht noch Verbesserungspotenzial bis die Ökonomische Bildung als vollwertiges Nebenfach verankert ist.

Gesamtindex Ökonomische Bildung in Deutschland (OeBiX)

Stand 31.05.2024; Quelle: OeBiX-Studie „Zur Ökonomischen Bildung in Deutschland (Index)“, Hg. Flossbach von Storch Stiftung, wissenschaftliche Realisation: IÖB Oldenburg 

Ziel: Vollwertiges Nebenfach Wirtschaft

Bundes­durchschnitt

Ziel: Vollwertiges Nebenfach Wirtschaft
Niedersachsen
72,25%
72,25%
Bayern
65,02%
65,02%
Baden-Württemberg
63,76%
63,76%
Nordrhein-Westfalen
53,13%
53,13%
Schleswig-Holstein
53,03%
53,03%
Bremen
50,97%
50,97%
Mecklenburg-Vorpommern
48,69%
48,69%
Sachsen-Anhalt
48,27%
48,27%
Brandenburg
43,76%
43,76%
Thüringen
37,41%
37,41%
Berlin
37,38%
37,38%
Hamburg
34,40%
34,40%
Hessen
34,25%
34,25%
Saarland
33,57%
33,57%
Rheinland-Pfalz
29,66%
29,66%
Sachsen
21,85%
21,85%
0 %
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
60 %
70 %
80 %
90 %
100 %
Gesamtindex (OeBiX)

Niedersachsen im OeBiX-Gesamtindex und den beiden Teilindizes jeweils überdurchschnittlich gut

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Im Gesamtindex erreicht Niedersachsen mit 72,25 Prozent ein verhältnismäßig gutes Ergebnis. Auch bei den Teilindizes schneidet Niedersachsen besser ab als der Bundesdurchschnitt: Die Teilindizes Schule und Lehrkräftebildung liegen knapp 26 bzw. 27 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. Der Umfang eines regulären Nebenfachs wird dennoch nicht erreicht.

Niedersachsen im OeBiX-Gesamtindex und den beiden Teilindizes jeweils überdurchschnittlich gut

Im Gesamtindex erreicht Niedersachsen mit 72,25 Prozent ein verhältnismäßig gutes Ergebnis. Auch bei den Teilindizes schneidet Niedersachsen besser ab als der Bundesdurchschnitt: Die Teilindizes Schule und Lehrkräftebildung liegen knapp 26 bzw. 27 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. Der Umfang eines regulären Nebenfachs wird dennoch nicht erreicht.

OeBiX-Gesamtindex und -Teilindizes im Vergleich zum Bundesdurchschnitt

Stand 31.05.2024; Quelle: OeBiX-Studie „Zur Ökonomischen Bildung in Deutschland (Index)“, Hg. Flossbach von Storch Stiftung, wissenschaftliche Realisation: IÖB Oldenburg 

Ziel: Vollwertiges Nebenfach Wirtschaft
Niedersachsen
Niedersachsen
Bundesdurchschnitt
Gesamtindex
72,25%
45,46%
72,25%
45,46%
Teilindex Schule
73,39%
46,89%
73,39%
46,89%
Teilindex Lehrkräftebildung
69,98%
42,61%
69,98%
42,61%
0 %
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
60 %
70 %
80 %
90 %
100 %
Bundesdurchschnitt
Niedersachsen

Niedersachsen erreicht in zwei Kategorien (beinahe) 100 Prozent

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Niedersachsen erreicht bei den nicht-gymnasialen Professuren den Wert eines regulären Nebenfachs (100 %) und liegt damit über dem optimierungsbedürftigen Bundesdurchschnitt (54,67 Prozent). Auch im Hinblick auf nicht-gymnasiale Lehramtsstudiengänge erzielt Niedersachsen mit 98,45 Prozent mehr als das Doppelte des Bundesdurchschnitts (47,29 Prozent). Dennoch werden die Anforderungen an ein normales Nebenfach nicht erreicht. In den Kategorien „Studiengänge gymnasial“ und „Professuren gymnasial“ schneidet Niedersachsen unterdurchschnittlich ab. Im Hinblick der Kontingentsstunden in der Sekundarstufe I am Gymnasium besteht in Niedersachsen noch viel Verbesserungspotenzial.

Einordnung

Niedersachsen erreicht in zwei Kategorien (beinahe) 100 Prozent

Niedersachsen erreicht bei den nicht-gymnasialen Professuren den Wert eines regulären Nebenfachs (100 %) und liegt damit über dem optimierungsbedürftigen Bundesdurchschnitt (54,67 Prozent). Auch im Hinblick auf nicht-gymnasiale Lehramtsstudiengänge erzielt Niedersachsen mit 98,45 Prozent mehr als das Doppelte des Bundesdurchschnitts (47,29 Prozent). Dennoch werden die Anforderungen an ein normales Nebenfach nicht erreicht. In den Kategorien „Studiengänge gymnasial“ und „Professuren gymnasial“ schneidet Niedersachsen unterdurchschnittlich ab. Im Hinblick der Kontingentsstunden in der Sekundarstufe I am Gymnasium besteht in Niedersachsen noch viel Verbesserungspotenzial.

Einordnung

Teilindex Schule

Schulfächer für die Ökonomische Bildung

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Für die OeBiX-Studie wurde pro Bundesland und Schulform sowie Schulstufe jeweils ein Ankerfach für die Ökonomische Bildung im Pflichtbereich identifiziert. Da im Wahlpflichtbereich in einigen Fällen pro Schulform mehrere klar auf Wirtschaft fokussierte Wahlpflichtfächer angeboten werden können, wurden, anders als bei den Pflichtfächern, zum Teil auch mehrere Wahlpflichtfächer pro Schulform und -stufe in einem Bundesland bei den Berechnungen berücksichtigt. Diese Pflicht- und Wahlpflichtfächer stellen eine Berechnungsgrundlage für den OeBiX dar. Auf der Basis der jeweiligen behördlichen Dokumente (Lehrpläne, Verordnungen, Stundentafeln etc.) für die Sekundarstufen I und II wurden die für die jeweiligen Ankerfächer veranschlagten Kontingentstunden ermittelt. In einigen Stundentafeln sind die Kontingentstunden für mehrere Fächer in Summe angegeben, ohne dass der Anteil der einzelnen Fächer benannt ist. In diesen Fällen wurden die Kontingentstunden über den Durchschnitt ermittelt. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass die Fächer ggf. in unterschiedlich vielen Jahrgängen unterrichtet werden. Sind Mindeststunden für ein Fach angegeben, wurden diese zugrunde gelegt. Ökonomische Bildung ist in der Regel in einem Integrationsfach verankert. Für alle Lehrpläne aller Bundesländer wurde eine Inhaltsanalyse durchgeführt, um den Anteil der ökonomischen Inhalte in dem Fach zu bestimmen. Entsprechend dieses Anteils wurde die Anzahl der Kontingentstunden für die Ökonomische Bildung bestimmt.

Teilindex Schule

Schulfächer für die Ökonomische Bildung

Für die OeBiX-Studie wurde pro Bundesland und Schulform sowie Schulstufe jeweils ein Ankerfach für die Ökonomische Bildung im Pflichtbereich identifiziert. Da im Wahlpflichtbereich in einigen Fällen pro Schulform mehrere klar auf Wirtschaft fokussierte Wahlpflichtfächer angeboten werden können, wurden, anders als bei den Pflichtfächern, zum Teil auch mehrere Wahlpflichtfächer pro Schulform und -stufe in einem Bundesland bei den Berechnungen berücksichtigt. Diese Pflicht- und Wahlpflichtfächer stellen eine Berechnungsgrundlage für den OeBiX dar. Auf der Basis der jeweiligen behördlichen Dokumente (Lehrpläne, Verordnungen, Stundentafeln etc.) für die Sekundarstufen I und II wurden die für die jeweiligen Ankerfächer veranschlagten Kontingentstunden ermittelt. In einigen Stundentafeln sind die Kontingentstunden für mehrere Fächer in Summe angegeben, ohne dass der Anteil der einzelnen Fächer benannt ist. In diesen Fällen wurden die Kontingentstunden über den Durchschnitt ermittelt. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass die Fächer ggf. in unterschiedlich vielen Jahrgängen unterrichtet werden. Sind Mindeststunden für ein Fach angegeben, wurden diese zugrunde gelegt. Ökonomische Bildung ist in der Regel in einem Integrationsfach verankert. Für alle Lehrpläne aller Bundesländer wurde eine Inhaltsanalyse durchgeführt, um den Anteil der ökonomischen Inhalte in dem Fach zu bestimmen. Entsprechend dieses Anteils wurde die Anzahl der Kontingentstunden für die Ökonomische Bildung bestimmt.

Kontingentstunden Ökonomische Bildung in wirtschaftsaffinen Ankerfächern der Sekundarstufe I (nur Pflicht)

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Mit 5,67 Kontingentstunden an der Hauptschule erreicht Niedersachsen beinahe das Maß für ein normales Nebenfach von sechs Kontingentstunden im Pflichtbereich der Sekundarstufe I. Es folgen weitere nicht-gymnasiale Schulformen. Die Realschule sowie die Integrierte Gesamtschule sind mit fünf Kontingentstunden und die Oberschule mit 4,67 Kontingentstunden für die Ökonomische Bildung ausgestattet. In der Sekundarstufe I des Gymnasiums sind im Pflichtbereich 2,22 Kontingentstunden für die Ökonomische Bildung vorgesehen. Das ist weniger als die Hälfte der Zeit, die für ein normales Nebenfach zur Verfügung stehen sollte.

Kontingentstunden Ökonomische Bildung in wirtschaftsaffinen Ankerfächern der Sekundarstufe I (nur Pflicht)

Mit 5,67 Kontingentstunden an der Hauptschule erreicht Niedersachsen beinahe das Maß für ein normales Nebenfach von sechs Kontingentstunden im Pflichtbereich der Sekundarstufe I. Es folgen weitere nicht-gymnasiale Schulformen. Die Realschule sowie die Integrierte Gesamtschule sind mit fünf Kontingentstunden und die Oberschule mit 4,67 Kontingentstunden für die Ökonomische Bildung ausgestattet. In der Sekundarstufe I des Gymnasiums sind im Pflichtbereich 2,22 Kontingentstunden für die Ökonomische Bildung vorgesehen. Das ist weniger als die Hälfte der Zeit, die für ein normales Nebenfach zur Verfügung stehen sollte.

Kontingentstunden Ökonomische Bildung im Pflichtbereich der Sekundarstufe I in Niedersachsen

Stand 31.05.2024; Quelle: OeBiX-Studie „Zur Ökonomischen Bildung in Deutschland (Index)“, Hg. Flossbach von Storch Stiftung, wissenschaftliche Realisation: IÖB Oldenburg 

Ziel: Vollwertiges Fach Wirtschaft

Hauptschule (Wirtschaft)
5,67
Realschule (Wirtschaft)
5,00
Oberschule (Wirtschaft)
4,67
IGS (Arbeit-Wirtschaft-Technik)
5,00
Gymnasium (Politik-Wirtschaft)
2,22
0
1
2
3
4
5
6
Kontingentstunden

Fächervergleich anhand von Kontingentstunden Sekundarstufe I (nur Pflicht)

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Im Vergleich zu anderen etablierten Nebenfächern wird deutlich, dass Ökonomische Bildung im Pflichtbereich der Sekundarstufe I am Gymnasium mit dem geringsten Stundenumfang (drei Kontingentstunden) verankert ist. Sowohl für andere gesellschaftswissenschaftliche Fächer als auch für die naturwissenschaftlichen Nebenfächer stehen teils deutlich mehr Kontingentstunden zur Verfügung. In der Sekundarstufe I der nicht-gymnasialen Schulformen liegt Ökonomische Bildung im Vergleich zu anderen etablierten Nebenfächern zwar ebenfalls zurück, jedoch ist der Abstand zwischen den Stundenkontingenten, die für die verschiedenen Bildungsanliegen zur Verfügung stehen, wesentlich geringer. So stehen der Ökonomischen Bildung im Durchschnitt 5,09 Kontingentstunden zur Verfügung, Geschichte 9 Kontingentstunden und Erdkunde 8 Kontingentstunden und den naturwissenschaftlichen Fächern je 8 Kontingentstunden.

Fächervergleich anhand von Kontingentstunden Sekundarstufe I (nur Pflicht)

Im Vergleich zu anderen etablierten Nebenfächern wird deutlich, dass Ökonomische Bildung im Pflichtbereich der Sekundarstufe I am Gymnasium mit dem geringsten Stundenumfang (drei Kontingentstunden) verankert ist. Sowohl für andere gesellschaftswissenschaftliche Fächer als auch für die naturwissenschaftlichen Nebenfächer stehen teils deutlich mehr Kontingentstunden zur Verfügung. In der Sekundarstufe I der nicht-gymnasialen Schulformen liegt Ökonomische Bildung im Vergleich zu anderen etablierten Nebenfächern zwar ebenfalls zurück, jedoch ist der Abstand zwischen den Stundenkontingenten, die für die verschiedenen Bildungsanliegen zur Verfügung stehen, wesentlich geringer. So stehen der Ökonomischen Bildung im Durchschnitt 5,09 Kontingentstunden zur Verfügung, Geschichte 9 Kontingentstunden und Erdkunde 8 Kontingentstunden und den naturwissenschaftlichen Fächern je 8 Kontingentstunden.

Fächervergleich Kontingentstunden gymnasiale/nicht-gymnasiale Sekundarstufe I (nur Pflicht) in Niedersachsen

Stand 31.05.2024; Quelle: OeBiX-Studie „Zur Ökonomischen Bildung in Deutschland (Index)“, Hg. Flossbach von Storch Stiftung, wissenschaftliche Realisation: IÖB Oldenburg 

Kontingentstunden Sekundarstufe I nicht-gymnasiale Schulformen (nur Pflicht)
Kontingentstunden Sekundarstufe I nicht-gymnasiale Schulformen (nur Pflicht)
Kontingentstunden Sekundarstufe I Gymnasium (nur Pflicht)
Ökonomische Bildung
2,22
5,09
2,22
5,09
Erdkunde
8,00
6,75
8,00
6,75
Geschichte
9,00
6,75
9,00
6,75
Chemie
7,00
7,25
7,00
7,25
Physik
8,00
7,25
8,00
7,25
Biologie
8,00
7,25
8,00
7,25
Religion/Philosophie
12,00
12,00
12,00
12,00
Sport
12,00
12,00
12,00
12,00
0
2
4
6
8
10
12
14
Kontingentstunden Sekundarstufe I Gymnasium (nur Pflicht)
Kontingentstunden Sekundarstufe I nicht-gymnasiale Schulformen (nur Pflicht)

Teilindex Lehrkräftebildung

Sehr gute Situation in der Wirtschaftslehrkräftebildung, allerdings nur für nicht-gymnasiale Schulformen

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Für die Wirtschaftslehrkräftebildung an weiterführenden nicht-gymnasialen Schulformen steht an jedem Studienstandort auch eine wirtschaftsdidaktische Professur zur Verfügung. Bei der Wirtschaftslehrkräftebildung für das Gymnasium ist die Situation nicht so positiv. Nur an einem von drei Studienstandorten ist eine wirtschaftsdidaktische Professur verortet.

Teilindex Lehrkräftebildung

Sehr gute Situation in der Wirtschaftslehrkräftebildung, allerdings nur für nicht-gymnasiale Schulformen

Für die Wirtschaftslehrkräftebildung an weiterführenden nicht-gymnasialen Schulformen steht an jedem Studienstandort auch eine wirtschaftsdidaktische Professur zur Verfügung. Bei der Wirtschaftslehrkräftebildung für das Gymnasium ist die Situation nicht so positiv. Nur an einem von drei Studienstandorten ist eine wirtschaftsdidaktische Professur verortet.